Unser Programm vom 15.10.-21.10.202
NEU:
HEIMSUCHUNG - EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE
tägl. 21:05, 18:30 (außer Mi), 16:00
Regie: Volker Schlöndorff, DE 2026, 121 Min., FSK 12. Mit Martina Gedeck, Susanne Wolff, Lars Eidinger, Michael Maertens u.a. | Bundesstart
Ein eindrückliches Panorama des letzten Jahrhunderts deutscher Geschichte in einem Haus an einem märkischen See: Schauplatz für Geschichten und Lebenswege der wechselnden Besitzer und ihrer Schicksale, die miteinander verwoben und von monumentalen historischen Ereignissen geprägt sind.
Die Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR und die Wendezeit, während sie auf der Suche nach Heimat und einem Ort der Zugehörigkeit sind.
HEIMSUCHUNG ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu menschlichen und historischen Dramen verdichten.
Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet das Werk die präzise Chronik eines Jahrhunderts nach. Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman DIE BLECHTROMMEL mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman, diesmal von Jenny Erpenbeck aus dem Jahr 2007.
BIFF40: Ü40 – Lieblinge aus 5 Dekaden Filmfest
„Wir können es selbst kaum fassen, here it comes: Das 1. Braunschweiger Filmfest!“, freuten sich die 20 Gründer*innen im Editorial des 1. Filmfestkataloges 1987. Heute hat unser Verein über 40 Mitglieder und das BIFF umspannt fünf Dekaden, auf die wir mit Ü40 zurückblicken.
Kern der filmischen Rückschau sind ganz persönliche Lieblinge, die zwischen 1989 und 2023 auf dem Festival liefen. Abgerundet wird Ü40 mit einem sechs BIFF-Preisträger*innen umfassenden Kurzfilmprogramm. Liebes Publikum, wir laden Sie herzlich ein auf eine filmische BIFF-Zeitreise!
PHASE IV
So, 18.10., 11:00 (engl. OV)
Regie: Saul Bass, US 1974, 84 Min., FSK 12. Mit Nigel Davenport, Michael Murphy, Lynne Frederic, Alan Gifford
Irgendwo in der Wüste Arizonas gerät die Natur aus dem Gleichgewicht. Ameisen vermehren sich schnell und werden zur Bedrohung für den Rest der Tierwelt. Ein Biologe und ein Kommunikationswissenschaftler wollen dem Phänomen auf den Grund gehen. Steckt hinter dem Verhalten des Ameisenkollektivs ein komplexer Plan? Schon bald beginnt für die Forscher der Kampf ums Überleben.
„Das fantastische Sujet gewinnt durch die perfekte Realisierung eine ungewöhnliche, beklemmende Eindringlichkeit. Fesselnder Science-Fiction-Film des Filmdesigners Saul Bass, der durch seine einfallsreichen Vorspänne zu Hitchcock-Filmen berühmt wurde.“ (FILMDIENST)
Saul Bass (1920-1996) war Ehrengast auf dem 5. filmfest 1991.
Eine Veranstaltungsreihe des Braunschweig International Filmfestival zum 40-jährigen Jubiläum. Eintritt: 11,00 € (ermäßigt 9,50 €). NICHT im Cineville-Abo enthalten!
EXTRA:
NAZA
So, 18.10., 11:15 & Mi, 21.10., 19:00 in OmU
Regie: Yuval Abraham, Rachel Szor, GB/US/IL 2026, 80 Min., Dokumentarfilm
Nach dem Oscar-Erfolg von NO OTHER LAND kehren Yuval Abraham und Rachel Szor mit einem neuen, hochaktuellen Dokumentarfilm zurück: NAZA feierte am 10. September seine Weltpremiere im Wettbewerb der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wurde dort mit 25-minütigen Standing Ovations aufgenommen.
Über drei Jahre hinweg sprachen Abraham und Szor mit Angehörigen des israelischen Militärs und der Geheimdienste. 24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten kommen im Film anonymisiert zu Wort; ihre Stimmen und ihr Erscheinungsbild wurden digital verfremdet. Ihre Aussagen bilden die Grundlage für eine Untersuchung der militärischen Strukturen, Entscheidungsprozesse und Technologien hinter Israels Völkermord in Gaza.
Nach der Aufführung des Films in Venedig werden die Regisseure nun mit dem Entzug ihrer israelischen Staatsangehörigkeit bedroht. Dazu hier auch der filmdienst.
Hier geht's zur Kritik (auf englisch).
Ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury in Venedig, 2026.
DOK am Montag:
WISTLEBLOWER
Mo, 19.10., 19:00 in OmU
Regie: Marc Bauder, DE 2026, 90 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
"It takes a certain degree of freedom to become a whistleblower.“ (John Doe)
WHISTLEBLOWER taucht ein in eine Welt, in der extreme Vorsicht überlebenswichtig ist. Drei mutige Menschen in Afrika, Europa und den USA setzen ihr Leben, ihre Karriere und ihre Familien aufs Spiel, um Informationen zu enthüllen, die aus reinem Machtinteresse vor uns geheim gehalten werden sollen.
Über drei Jahre begleitet der Film Jäger und Gejagte und legt so erstmals auch die universellen Dimensionen des Whistleblowings offen, die über eine einzelne Veröffentlichung hinausgehen. Sie werden beschützt von engagierten Profis, die unermüdlich um die Welt reisen, um zwischen den Interessen der Journalist*innen und den Nöten der Whistleblower*innen zu vermitteln. Und sie werden gejagt von Lobbyisten, Regierungen und ihren Geheimdiensten, die einen regelrechten Krieg gegen Whistleblower*innen führen, um sie einzuschüchtern und zu delegitimieren.
Ein Film über Vertrauen, Mut und Zivilcourage. Mit Jean-Jacques Lumumba, dem Großneffen des Freiheitskämpfers Patrice Lumumba aus dem Kongo, der selbst im Exil in Frankreich eingeschüchtert und bedroht wird. Mit dem NSA-Intelligence-Analysten Daniel Hale, dem unter der Trump-Regierung 10 Jahre Haft wegen angeblichem Geheimnisverrat drohen.
Mit Delphine Halgand-Mishra und ihrer Organisation The Signals Network zur Unterstützung von Whistleblowern. Dem ehemaligen Leiter der Counterintelligence im Weißen Haus, Holden Triplett. Sowie Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, die beiden Journalisten der Panama Papers, bei denen sich neue Whistleblower*innen mit brisanten Enthüllungen gemeldet haben.
Der neue Film von Marc Bauder (DEAD MAN WORKING, MASTER OF THE UNIVERSE).
Vorschau
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