Unser Programm vom 19.03.-25.03.2026
NEU:
DJ AHMET
tägl. 19:00 (Mi in OmU)
Regie: Georgi M. Unkovski, MK 2025, 99 Min., FSK 12. Mit Arif Jakup, Dora Akan Zlatanova u.a. | Bundesstart
Am Fr, 20.3. um 19:00 zu Gast: Regisseur Georgi M. Unkovski!
Im Anschluss: After Show Party im Kinobistro Abspann mit DJ Soundschwester und Musik zum Film.
Beats vom Traktor: Wenn der 15-Jährige Schafhirte Ahmet durch die nordmazedonische Hügellandschaft tuckert, wummern basslastige Songs aus seiner selbstgebastelten Soundanlage. Die elektronischen Klänge verheißen einen Ausweg aus der konservativen Dorfgemeinschaft.
Leider ist die nächste Disco unerreichbar weit entfernt, die örtliche Download-Geschwindigkeit katastrophal und sein strenger Vater versucht alles, um ihm die Liebe zur Musik auszutreiben.
Einzig sein stummer Bruder Naim teilt seine Begeisterung – bis die wunderschöne Aya auf Heimaturlaub aus dem fernen Deutschland bei den Nachbarn einzieht. Die Neue hat nicht nur einen ausgezeichneten Musikgeschmack, unbändigen Freiheitswillen und ein Faible für Tiktok-Tänze, sondern auch ein Handy mit unbegrenztem Datenvolumen im Gepäck.
Bei heimlichen Raves auf dem Acker kommen sich die beiden im Takt der Musik unweigerlich näher – dumm nur, dass ihre Hand bereits einem Anderen versprochen ist. Um die anstehende Vermählung zu verhindern, startet Ahmet mit Aya einen verzweifelten Versuch, sich aus den Traditionen zu befreien.
Unprätentiös und authentisch: DJ AHMET entwirft das Bild jugendlicher Rebellion in Zeiten von Social Media. Mit viel Musikleidenschaft, einer Prise schwarzem Humor und großem Respekt vor seinen Charakteren verbindet Regisseur Georgi M. Unkovski die Suche zweier Außenseiter nach der ersten Liebe und ihren Kampf um einen Platz in einer auf Uniformität ausgerichteten Gesellschaft zu einer einzigartigen „Boy-Meets-Girl“-Geschichte.
Ausgezeichnet beim Braunschweig International Film Festival mit dem Publikumspreis "Heinrich" und dem VWFS-Jurypreis.
In Kooperation mit dem Braunschweig International Film Festival.
NEU:
DIE WILDE NORDSEE
tägl. 14:00
Regie: Mark Verkerk, NL 2025, 89 Min., FSK 0, Dokumentarfilm
Ein atemberaubender Blick unter eine bislang verborgene Oberfläche: DIE WILDE NORDSEE entführt das Publikum auf eine spektakuläre Reise durch eines der unerforschtesten, rauesten und zugleich faszinierendsten Meere Europas. Filmemacher Mark Verkerk führt in eine Region, die von starken Gegensätzen geprägt ist: tosende Stürme, unberechenbare Strömungen und zugleich eine erstaunliche Artenvielfalt.
Zwischen tosenden Wellen und geheimnisvollen Tiefen entfaltet sich das verborgene Leben der Nordsee – mit eindrucksvollen Bildern, seltenen Tierbegegnungen und berührenden Geschichten aus einer Welt im Wandel. Ein visuell überwältigendes Naturerlebnis, das Staunen weckt – und zum Nachdenken anregt.
“Bildmächtiger Dokumentarfilm über die Schönheit und Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt in der Nordsee. Der Film zeigt auf, wie wenig man über die Nordsee weiß, die eine Fläche von 57.000 Quadratkilometern bedeckt und zu den nährstoffreichsten Meeren der Erde gehört. Und noch weniger über die geheimnisvolle Welt, die sich unter den ungestümen Wellen verbirgt. Denn im Wasser und auf dem Meeresboden erschließen sich eine reichhaltige Pflanzenwelt und eine große Vielfalt von Tierarten, vom winzigen Plankton bis zum zehn Meter langen Riesenhai. Trotz der deutlichen Kritik an der menschlichen Hybris lässt der Film Raum für Hoffnung.” (Filmdienst.de)
Unser Programm vom 26.03.-01.04.2026
NEU:
BLUE MOON
tägl. 20:50 (So + Mo in engl. OmU), 16:00 (Mo + Mi 16:40), So auch 11:00
Regie: Richard Linklater, US/IE 2025, 100 Min., FSK 12. Mit Ethan Hawke, Andrew Scott, Margaret Qualley, Bobby Cannavale | Bundesstart
BLUE MOON erzählt die Geschichte des legendären Songwriters Lorenz Hart, dessen berufliches und privates Leben während der Premierenfeier für das Musical „Oklahoma!“, mit dem sein ehemaliger Partner, der Komponist Richard Rodgers, einen großen Erfolg feiert, ins Wanken gerät.
Mit einer Vielzahl an Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Freund*innen und Protegés – eine Parade der Berühmten und derer, die es werden wollen –, werden über 100 Minuten in Echtzeit die Ereignisse in der Bar Sardi’s am Abend des 31. März 1943 geschildert. Das Ergebnis ist eine Betrachtung über Freundschaft, Kunst und Liebe.
Dem fünffach Oscar®-nominierten Regisseur Richard Linklater (BOYHOOD, BEFORE MIDNIGHT) gelingt es mit seinem Talent fürs Komödiantische, die Ereignisse dieses einzigartigen Abends perfekt einzufangen. Das Drehbuch stammt von Robert Kaplow.
BLUE MOON besticht mit wunderbaren Darbietungen von Ethan Hawke (LEAVE THE WORLD BEHIND) als Lorenz Hart, Andrew Scott (ALL OF US STRANGERS) als Richard Rodgers, Margaret Qualley (THE SUBSTANCE) als Harts Schützling Elizabeth und Bobby Cannavale (STANDING UP) als Barkeeper, Freund und Vertrauter von Hart.
DOK am Montag:
MIT HASAN IN GAZA
Mo, 30.3., 19:00 in arab. OmU
Regie: Kamal Aljafari, PS/DE/FR/QA 2025, 106 Min., FSK 6, Dokumentarfilm
Vor Kurzem entdeckte der palästinensische, in Berlin ansässige Regisseur Kamal Aljafari drei MiniDV-Kassetten in seinem Archiv, die das Leben in Gaza im Jahr 2001 dokumentieren. Dieses Filmmaterial dient als Zeugnis eines Ortes und einer Epoche, die nach der genozidalen Vernichtung Gazas durch die israelische Armee nicht länger existieren.
Was als Suche nach einer Gefängnisbekanntschaft von 1989 begann – nach einem Mann, der in den Wirren der Zeit verloren ging – wurde zu einem unerwarteten Roadtrip vom Norden in den Süden Gazas, mit Hasan, einem einheimischen Reiseführer, über dessen weiteres Schicksal heute nichts bekannt ist.
Während die Kamera durch die Straßen und Landschaften Gazas fährt, hält sie flüchtige Momente des Alltagslebens fest – Fragmente einer Realität, die sich bis heute unwiderruflich verändert hat. MIT HASAN IN GAZA verwandelt das vergessene Material in eine filmische Reflexion über Erinnerung, Verlust, den Lauf der Zeit und Menschen, die vielleicht nie wiedergefunden werden können.
„Eine Hommage an Gaza und seine Bevölkerung, an all das, was ausgelöscht wurde und mir in diesem dringlichen Moment der palästinensischen Existenz – oder Nicht-Existenz – wieder in den Sinn kam. Es ist ein Film über die Katastrophe und über eine Poesie, die Widerstand leistet.
Dies ist der erste Film, den ich nicht gedreht habe.“ – Kamal Aljafari
EXTRA:
KEIN LAND FÜR NIEMAND - ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES
Mi, 1.4., 19:00 - Eintriff frei!
Regie: Max Ahrens und Maik Lüdemann, DE 2025, 107 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird.
Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.
KEIN LAND FÜR NIEMAND - ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise. Die Dokumentation beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz trifft, aber auch auf ziviles Engagement.
Sie begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, dokumentiert die katastrophale Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz Gewalt und tödlicher Risiken den Weg nach Deutschland gefunden haben.
Während Deutschland dazu beiträgt, eine europäische Festung zu errichten, gerät die politische Landschaft ins Wanken. Von emotionalisierten Medienberichten bis zu hilflos nach rechts rudernden Politiker*innen zeichnet sich eine gesellschaftliche Erzählung ab, die sich gegen Migrant*innen und Schutzsuchende richtet. Ist Migration überhaupt das große Problem, zu dem es gemacht wird? Oder offenbart die Abschottungspolitik tiefere gesellschaftliche Ängste?
In eindringlichen Geschichten zeigt der Film eine zunehmend beängstigende Realität aus Sicht von Geflüchteten und analysiert die Dynamiken hinter dem historischen Rechtsruck. Im Dialog mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Publizist*innen fordert KEIN LAND FÜR NIEMAND - ABSCHOTTUNG EINES EINWANDERUNGSLANDES dazu auf, den brutalen Status quo und die scheinbar unaufhaltsame Radikalisierung der Migrations- und Asyldebatte in Frage zu stellen.
Denn damit es auch in Zukunft bei einem glaubhaften „Nie wieder“ bleibt, brauchen wir Alternativen – Alternativen, die der unvermeidbaren Realität von Migration in einer krisenhaften Welt und einem Einwanderungsland im Umbruch gerecht werden.
Eine Veranstaltung der Naturfreundejugend Braunschweig.
Vorschau
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