Unser Programm vom 01.10.-07.10.202
NEU:
DIGGER
tägl. 21:15 (engl. OmU), 18:45, 16:15 (außer Mi)
Regie: Alejandro González Iñárritu, UK/MX/US 2026, 128 Min., FSK 12. Mit Tom Cruise, Riz Ahmed, John Goodman, Sandra Hüller, Michael Stuhlbarg, Jesse Plemons, Emma D’Arcy u.a. | Bundesstart
Der in die Jahre gekommene, verschrobene Erdölmagnat Digger Rockwell (Tom Cruise) hat durch seine skrupellosen Geschäftstaktiken eine globale Umweltkatastrophe verursacht, die katastrophale Ausmaße angenommen hat. Das ewige Eis der Polarkappen schmilzt, gewaltige Tsunamis richten verheerende Schäden an und beschädigen Atomkraftwerke.
Die Menschheit steht kurz vor dem Aus, die Welt versinkt im Chaos, und überall bereiten sich die Menschen bereits auf die kurz bevorstehende Apokalypse vor. Einzelne Nationen bringen ihre Truppen in Stellung.
In dieser verzweifelten Situation verlangt der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika von dem milliardenschweren Verursacher, die Suppe, die er allen eingebrockt hat, selbst auszulöffeln und den Planeten zu retten.
Digger Rockwell nimmt die Herausforderung an, denn als Egomane käme es ihm ganz recht, als großer Retter der Menschheit dazustehen und seinen Ruf zu rehabilitieren.
Der neue Film von Regisseur Alejandro González Iñárritu (BIRDMAN, THE REVENANT, BIUTIFUL, BABEL etc.).
NEU:
FRAU WINKLER VERLÄSST DAS HAUS
tägl. 16:30 (außer Sa + Mi), Sa 14:00, Mi 16:15, So auch 11:15
Regie: Doris Dörrie, DE 2026, 108 Min., FSK 12. Mit Angela Winkler, Laura Tonke, Josef Ellers, Zoë Baier u.a. | Bundesstart
Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler (Angela Winkler) nichts mehr geblieben als ihre Tochter Emi (Laura Tonke) und Enkelin Billie (Zoë Baier). Ihr geliebter Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie ganz herausgefunden und sich immer ganz auf Emi verlassen.
Als diese, ebenfalls Schauspielerin, ein Theaterengagement annimmt und endlich ihr eigenes Leben in die Hand nehmen will, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es muss schnell eine Lösung her: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt.
Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst „belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar Tschechow rezitieren kann.
Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf Effizienz bedachtes Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen, aber kann eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?
Eine bittersüße, zutiefst berührende Tragikomödie über Fürsorge, Verlust, und menschliche Widerstandskraft in einer zunehmend technisierten Welt: Einmal mehr widmet sich Regisseurin und Drehbuchautorin Doris Dörrie brennenden Themen unserer Gegenwart und knüpft damit an die emotionale Tiefe ihrer Meisterwerke wie KIRSCHBLÜTEN – HANAMI und GRÜSSE AUS FUKUSHIMA an.
"Ein philosophisches Drama zum Lachen, zum Heulen, zum Wiedererkennen. Ein echter Dörrie eben: Erleuchtung garantiert!“ (programmkino.de)
Her geht's zur Kritik bei epd Film.
EXTRA:
BIFF40: Ü40 – Lieblinge aus 5 Dekaden Filmfest
„Wir können es selbst kaum fassen, here it comes: Das 1. Braunschweiger Filmfest!“, freuten sich die 20 Gründer*innen im Editorial des 1. Filmfestkataloges 1987. Heute hat unser Verein über 40 Mitglieder und das BIFF umspannt fünf Dekaden, auf die wir mit Ü40 zurückblicken.
Kern der filmischen Rückschau sind ganz persönliche Lieblinge, die zwischen 1989 und 2023 auf dem Festival liefen. Abgerundet wird Ü40 mit einem sechs BIFF-Preisträger*innen umfassenden Kurzfilmprogramm. Liebes Publikum, wir laden Sie herzlich ein auf eine filmische BIFF-Zeitreise!
Eine Veranstaltungsreihe des Braunschweig International Filmfestival zum 40-jährigen Jubiläum. Eintritt: 11,00 € (ermäßigt 9,50 €). NICHT im Cineville-Abo enthalten!
BANKETT FÜR ACHILLES
So, 4.10., 11:00
Regie: Roland Gräf, DDR 1975, 88 Min., o.A., mit Erwin Geschonneck, Elsa Grube-Deister, Jutta Wachowiak, Gert Gütschow
Karl Achilles (brillant verkörpert von Erwin Geschonneck) geht nach 30 Jahren im Chemiekombinat Bitterfeld in Rente. Der 65-Jährige tut dies unwillig, fühlt sich noch kräftig und aktiv. Auch ein Bankett zur ehrenvollen Verabschiedung, nebst Prämie und Lobhudelei, macht ihm das Ende des Arbeitslebens nicht einfacher.
In seiner zweiten Regiearbeit gelingt Roland Gräf ein humorvoll-kritischer Blick auf die sozialistische Arbeiterrealität, die weder in Kitsch noch ins Klischee abdriftet. Es ist auch der erste Umweltfilm der DDR. Der Regisseur war gemeinsam mit seiner Frau Christel Gräf und der Schauspielerin Jutta Wachowiak auf dem 3. filmfest Braunschweig 1989 zu Gast, als in Berlin die Mauer fiel.
(Graphic Design des Filmplakats: Dieter Heidenreich)
DOK am Montag:
WISE WOMEN - FÜNF HEBAMMEN, FÜNF KULTUREN
Mo, 5.10., 19:00
Regie: Nicole Scherg, AT 2025, 92 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
In WISE WOMEN begleitet Regisseurin Nicole Scherg fünf Hebammen aus verschiedenen Teilen der Welt bei ihrer Arbeit: Genet Gebru aus Äthiopien, Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Sie alle unterstützen Frauen in einem der intensivsten und prägendsten Momente ihres Lebens: der Geburt eines Kindes.
Wie Frauen gebären, geht uns alle an. In unterschiedlichen kulturellen, sozialen und medizinischen Kontexten unterstützen die Protagonistinnen Mütter bei einem universellen und zugleich zutiefst individuellen Prozess. Ob im modernen Krankenhaus, im selbstorganisierten Geburtshaus oder unter einfacheren Bedingungen in ländlichen Regionen: Die Hebammen bewegen sich zwischen Kontrolle und Unvorhersehbarkeit, denn eine Geburt folgt keinem Drehplan.
Frauengesundheit, das wird in diesem Film schnell deutlich, folgt immer wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen. WISE WOMEN zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Voraussetzungen für eine sichere Geburt sein können.
Der Dokumentarfilm begreift Geburt als Grenzerfahrung und findet dabei intime, kraftvolle Bilder für den Beginn des Lebens, der einer Naturgewalt gleicht. Er würdigt jene Frauen, die diesen Moment begleiten und damit die Zukunft buchstäblich in ihren Händen tragen.
Vorschau
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Kontakt: info[at]universum-filmtheater.de

