Unser Programm vom 23.04.-29.04.2026
NEU:
DIE REICHSTE FRAU DER WELT
tägl. 18:45 (So in franz. OmU), 16:15, Fr + Sa auch 21:15
Regie: Thierry Klifa, FR/BE 2025, 123 Min., FSK 12. Mit Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Marina Foïs u.a. | Bundesstart
Die reichste Frau der Welt: Voller Schönheit, Intelligenz und grenzenloser Macht. Sie begegnet einem Fotografen voll unverschämtem Ehrgeiz und angetrieben von einem Wahnsinn, der auch Genie sein könnte. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Mit kreativer Boshaftigkeit nistet er sich ein – in den altehrwürdigen Machtstrukturen dieser Familie und ihrem grenzenlosen Luxus.
Doch da ist auch noch eine Tochter, die um ihr Erbe, die Familie und die Liebe ihrer Mutter kämpft. Und ein Butler, der mehr weiß als er sagt. Über Familiengeheimnisse und fragwürdige Spenden in astronomischen Höhen. Es beginnt ein Krieg, in dem alle Mittel recht sind.
Ein berauschend komisches Drama, das in seinen Abgründen an Shakespeare erinnert: DIE REICHSTE FRAU DER WELT mit einer brillanten Isabelle Huppert in der Titelrolle ist eine so grandiose wie doppelbödige Satire über die Macht des Geldes und den verführerischen Glauben an eine Familie, die ihr widerstehen könnte.
“Ein elegantes, ironisches Familiendrama über Geld, Macht, Gier und Liebe: Thierry Klifa verwandelt das Drehbuch, das er gemeinsam mit Cédric Anger und Jacques Fieschi nach einer wahren Geschichte schrieb, in ein herrlich boshaftes und amüsantes Gesellschaftsporträt – mit einer bravourös aufspielenden Isabelle Huppert in der Hauptrolle.” (programmkino.de)
DOK am Montag:
WIR ERBEN
Mo, 27.4., 18:45
Regie; Simon Baumann, CH 2024, 101 Min., o. A., Dokumentarfilm
Inmitten der ländlichen Idylle Frankreichs liegt das Lebenswerk von Stephanie und Ruedi Baumann – ein biologischer Landwirtschaftsbetrieb, den sie seit über 20 Jahren mit politischem Eifer und Hingabe führen. Mit zunehmendem Alter stellt sich die Frage, wer den Hof einmal übernehmen wird.
Ihr Sohn Simon, längst in einem eigenen Leben als Filmemacher verankert, begleitet mit der Kamera, wie die Familie über diese Zukunft nachdenkt. Sein Bruder Kilian führt bereits einen eigenen Betrieb. Beide stehen vor der Herausforderung, persönliche Wege und die Verantwortung des Erbes in Einklang zu bringen.
WIR ERBEN erzählt von einer Familie, in der persönliche Beziehungen, Ideale und die Realität der Landwirtschaft untrennbar miteinander verbunden sind. Die Gespräche und Konflikte machen deutlich, wie groß die unsichtbaren Lasten sind: Erwartungen, Vorstellungen, der unausgesprochene Druck zwischen den Generationen.
Mit feinem Humor und schonungsloser Ehrlichkeit wird die Hofübergabe zum Spiegel zentraler Fragen: Was bedeutet Verantwortung? Wie viel Freiheit lässt ein Erbe? Und wie fair ist Vererben in einer Zeit, in der Besitz ungleich verteilt ist?
Schweizer Filmpreis 2025: Bester Dokumentarfilm.
EXTRA:
LUISA
Di, 28.4., 19:00 - Zu Gast: Regisseurin Julia Roesler
Regie: Julia Roesler, DE 2025, 94 Min., FSK 12. Mit Celina Scharff, Katharina Bromka, Michael Schumacher u.a.
LUISA ist vor kurzem von zu Hause ausgezogen und neugierig, was das Leben für sie bereithält. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und kleine Abenteuer ein. Sie lebt in der Wohngruppe einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung am Rande einer deutschen Kleinstadt. Dort erhält sie Unterstützung in ihrem oft turbulenten Alltag.
Unbemerkt wird Luisa zunehmend stiller, in der Wohngruppe geht das alltägliche Leben weiter, bis unerwartet festgestellt wird, dass Luisa schwanger ist.
Luisa selbst sagt nicht, wie das passiert ist, sie schweigt. Jede und jeder weiß, dass ihr Freund Anton nicht zeugungsfähig ist. Der Verdacht auf sexuellen Missbrauch liegt nahe. Luisa entschließt sich, die Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Die Polizei wird eingeschaltet und versucht herauszufinden, ob eine Straftat vorliegt.
Die Ermittlungen werden zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und für das gesamte Personal der Wohneinrichtung.
Gewinner des Heimspiel-Preises beim Braunschweig International Filmfestival 2025.
In Kooperation mit den Stifterinnen der TILDA auf dem Braunschweig International Film Festival.
EXTRA:
KAPODISTRIAS
Mi, 29.4., 18:45, griech. OmdU
Regie: Yiannis Smaragdis, GR 2025, 134 Min., FSK 6. Mit Antonis Myriagos, Finbar Lynch, Nikorestis Chaniotakis u.a.
Regisseur Yiannis Smaragdis kehrt mit seinem neuen Film KAPODISTRIAS zurück – einem Werk über das Leben des großen griechischen Politikers und Diplomaten Ioannis Kapodistrias. Das Drehbuch zu diesem ambitionierten historischen Epos stammt aus der Feder des Regisseurs selbst. In der Rolle des ersten Gouverneurs des neu gegründeten griechischen Staates ist Antonis Myriagkos zu sehen.
Kapodistrias ist ein historischer Spielfilm, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist und die wahre Geschichte des bedeutendsten griechischen Politikers und ersten Gouverneurs Griechenlands, Ioannis Kapodistrias, nach der Befreiung des Landes von der osmanischen Herrschaft erzählt.
Mit Mut, Menschlichkeit und Würde setzt er sich kompromisslos für die Freiheit jedes Einzelnen ein. Dafür bringt er selbst das große Glück seines Lebens dar – die Liebe – und scheut sich nicht, den Mächten des Bösen entgegenzutreten. Er verzichtet auf Reichtum, Ruhm und internationale Anerkennung.
Als Griechenland seine Unabhängigkeit erlangt, wird Kapodistrias gebeten, das Amt des ersten Gouverneurs zu übernehmen. Obwohl er die Gefahr erkennt, die mit dieser Aufgabe verbunden ist, nimmt er sie an. Er stellt den Dienst an seinem Land über persönliche Sicherheit und bleibt seinem Weg bis zuletzt treu. Sein Handeln prägt die junge Nation nachhaltig und hinterlässt ein Vermächtnis, das weit über seinen Tod hinausreicht.
In Kooperation mit der Griechischen Gemeinde Braunschweig und Umgebung e.V.
Unser Programm vom 30.04.-06.05.2026
NEU:
ROSE
tägl. 21:00, 18:50, Fr - So auch 14:20
Regie: Markus Schleinzer, AT/DE 2026, 94 Min., FSK 12. Mit Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese u.a. | Bundesstart
In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf. Schweigsam, schmal, das Gesicht durch eine Narbe entstellt. Der Fremde behauptet, Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde.
Allerdings setzt der Fremde alles daran, hier sein Glück zu finden. Sein Streben nach Anerkennung und Akzeptanz werden aber durch sein Geheimnis erschwert: Unter falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts hat der Soldat seinen Weg in das Dorf genommen.
Doch um seine Ziele zu erreichen, wird er auch nicht vor der Unmöglichkeit einer arrangierten Ehe mit der Tochter eines Großbauern zurückschrecken. Denn wer so weit gekommen ist, hält bald alles für möglich.
ROSE – die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben.
Sandra Hüller gewann bei der diesjährigen Berlinale für ihre Darbietung in ROSE den Silbernen Bären als beste Schauspielerin.
NEU:
DER FROSCH UND DAS WASSER
tägl. 18:45 (außer Mo), 16:35
Regie: Thomas Stuber, DE/JP/CH 2025, 113 Min., FSK 6. Mit Aladdin Detlefsen, Kanji Tsuda, Bettina Stucky, Meltem Kaptan u.a. | Bundesstart
Für Abenteuer ist in Stefan Buschs Alltag in einer betreuten Wohngemeinschaft kein Platz. Doch während eines Gruppenausflugs nimmt sein Leben eine schicksalhafte Wendung: Ohne zu zögern schließt sich der junge Mann, den alle nur Buschi nennen, einer japanischen Reisegruppe an.
Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip beginnt die behutsame Freundschaft zwischen Buschi und Hideo Kitamura. Buschi, der sich sein ganzes Leben lang geweigert hat, über Sprache mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, blüht in dieser fremden Umgebung auf.
Als Stefan Busch, genannt Buschi, steht der Bremer Schauspieler Aladdin Detlefsen (BLAUMEIER ATELIER) zum ersten Mal in einer Kino-Hauptrolle vor der Kamera. Kanji Tsuda (ONODA - 10.000 NÄCHTE IM DSCHUNGEL) spielt seinen Reisebegleiter Herr Kitamura. In weiteren Rollen sind Bettina Stucky, Meltem Kaptan, Yuki Iwamoto, Cornelius Schwalm u.v.a. zu sehen. Der Film feiert im November 2025 seine Weltpremiere im Wettbewerb des 29. Tallinn Black Nights Film Festival.
Der neue Film von Thomas Stuber (DIE STILLEN TRABANTEN, IN DEN GÄNGEN).
"Märchenhaft und voller Poesie erzählt Thomas Stuber in seinem Roadmovie, das bis nach Japan führt, von einer ungewöhnlichen Verbindung, die ganz ohne Sprache auskommt." (epd Film)
DOK am Montag:
ERICH FRIED - FRIENDLY FIRE
Mo, 4.5., 18:45
Regie: Klaus Fried, DE/AT 2025, 114 Min., FSK 12, Dokumentarfilm
Der Österreicher Erich Fried ist der bis heute meistgelesene, deutschsprachige Lyriker, auch wenn wir seine Liebesgedichte manchmal nicht mehr hören können. Seine Lebensumstände sind die eines traumatisierten, hochgebildeten und empathischen Unruhestifters und einem fast krankhaften Drang zur Versöhnung mit den Extremen politischer Überzeugungen, von RAF bis Neo-Nazi Michael Kühnen.
Ein Mann, selber 1938 vor den Nazis aus Wien geflohen, ein Sisyphos, der unverdrossen an Verständigung arbeitete. Sein Sohn Klaus Fried, der in England lebt und seinem Vater beklemmend ähnlich sieht, beklagt, dass er ihn mit einer Generation junger Deutscher teilen musste, die ihren eigenen nicht trauen konnten.
Das Haus in London war eine zum Bersten volle German Embassy of the left. Idealisten, Terroristen, die in der Küche eine Entführung planten und Horden kiffender Hippies gaben sich die Klinke in die Hand. Für seine Besucher ein Guru, war Papa für seine eigenen Kinder schwer zu erreichen. Ein Spielzeugmacher und Insektenretter, der alles reparieren konnte. Ein Sammler, der an keinem Müllcontainer vorbeikam, ohne Gegenstände herauszufischen, deren Leben aus seiner Sicht noch nicht zu Ende war.
Klaus Fried macht sich auf den Weg und tastet sich im Gespräch mit Geschwistern, Freunden und Zeitgenossen an seinen Vater heran. Fried senior bietet durch sein messy love-life mit drei Ehen und mindestens sechs Kindern ein weites Feld.
Der Film ist ein Feuerwerk der jüngeren Geschichte Europas: Vom Anschluss Österreichs über die Nazi-Verbrechen, die deutsche Teilung mit Fried als kundigem Wanderer zwischen den Welten, die wilden Sixties und die Unruhen der 68er, Vietnam, den Terrorismus der RAF und die zusammengeklaubten Theorien späterer Exegeten. Fried senior tritt dabei gelegentlich von der Seitenlinie mit beeindruckender Poesie auf, die bisher nur wenige von ihm kennen.
Vorschau
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