NEU: STAATSSCHUTZ

tägl. 20:45 (Sa + Mo 21:10), 16:20

Nach einem rassistischen Anschlag auf ihr Leben zieht die Staatsanwältin Seyo Kim (Chen Emilie Yan) in eigener Sache vor Gericht – und nimmt es mit einem System auf, das Rechtsextremismus verharmlost.

Der neue Film von Faraz Shariat (FUTUR DREI) wurde bei seiner Weltpremiere auf der Berlinale 2026 gleich dreifach ausgezeichnet: mit dem Heiner-Carow-Preis, dem CICAE ART Cinema Award und dem Panorama Publikums-Preis.

Unser Programm vom 27.08.-02.09.2026

NEU:

STAATSSCHUTZ

tägl. 20:45 (Sa + Mo 21:10), 16:20

Regie: Faraz Shariat, DE 2025, 114 Min. FSK 12. Mit Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Sebastian Urzendowsky, Alev Irmak u.a. | Bundesstart

Mit staatlichen Mitteln und staatlicher Autorität – so will die junge Staatsanwältin Seyo Kim rechter Gewalt in Ostdeutschland entgegentreten. Als sie selbst ins Visier gerät und einen rassistischen Anschlag überlebt, entscheidet sie sich, entgegen der ausdrücklichen Weisung ihrer Behörde und unter Gefahr für ihr Leben, in eigener Sache zu ermitteln. 

Es gelingt Seyo, einen der Täter vor Gericht zu bringen. Mit Nachdruck geht sie daran, ihn als Teil eines rechten Netzwerks zu enttarnen. Sie gräbt tief in den Archiven ihrer Behörde, rollt lange abgeurteilte „Einzelfälle“ wieder auf und lässt scheinbar harmlose Zeugen ins Messer laufen, die sich nicht nur mit dem Anschlag auf ihre Person in Verbindung bringen lassen. 

Die deutsche Staatsanwaltschaft umweht der Mythos, die „objektivste Behörde der Welt“ zu sein. Doch während ihres Gerichtsprozesses erlebt Seyo am eigenen Leib, was es bedeutet, den Kampf für Gerechtigkeit in einem Staat zu führen, der mit zweierlei Maß misst und rechte Gewalt nicht nur verharmlost, sondern mitunter sogar deckt. (Text: Berlinale)

Weltpremiere bei der Berlinale 2026 - ausgezeichnet u.a. mit dem “Heiner-Carow-Preis”, dem Panorama-Publikumspreis. Weitere Auszeichnungen auf zahlreichen Filmfestivals, u.a. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern, Filmfest Emden-Norderney.

Filmtipp von Radio Okerwelle

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TEENAGE SEX AND DEATH AT CAMP MIASMA

tägl. 21:00 in engl. OmU

Regie: Jane Schoenbrun, US/CA 2026, 112 Min., FSK 16. Mit Hannah Einbinder, Gillian Anderson u.a. | 2. Woche

Nach Jahren liebloser Fortsetzungen und schwindender Fanbasis wird das Slasher-Franchise “Camp Miasma” einer ambitionierten jungen Regisseurin zur Wiederbelebung überlassen. Als sie den einstigen Star der Originalfilme besucht, eine mittlerweile zurückgezogen lebende Schauspielerin, die von Geheimnissen umgeben ist, geraten die beiden Frauen in eine blutgetränkte Welt voller Begehren, Angst und Wahnvorstellungen.

Mit einem Remake der besonderen Art kehrt Jane Schoenbrun (I SAW THE TV GLOW) zurück und zerlegt Slasher-Klischees mit surrealer, campiger Unbekümmertheit. Die frischgebackenen „Scream Queens" Hannah Einbinder und Gillian Anderson verleihen dieser visionären Demontage von Filmnostalgie Witz, Tiefgang und Sinnlichkeit. 

Ausgezeichnet mit der Queeren Palme, Filmfestival Cannes 2026.

Schoenbrun gelingt es wie wenigen Filmschaffenden, einen eigenen ästhetischen Stil, Narration und eine irritierende Atmosphäre zu kreieren. Man muss nicht jede der zahllosen popkulturellen Referenzen sofort erkennen oder diesen Stil mögen, aber was Schoenbrun gelingt, ist ziemlich einzigartig, faszinierend, unangestrengt – und kompromisslos queer.” (epd-film.de)

„Der erste wahrhaft feministische Slasher.” (Filmstarts.de) 

„Ein Instant-Klassiker unter den Midnight Movies.” (Deadline)

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Unser Programm vom 03.09.-09.09.202

NEU:

VATERLAND

tägl. 20:45 (außer Mi; Mo 21:00), 18:45 (außer Mo), 16:45, 14:45

Regie: Paweł Pawlikowski, DE/PL/IT/FR 2026, 82 Min., FSK 0. Mit Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl u.a.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt/M. in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. 

Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich im Land der Täter auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Im Westen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller zurückhaltend empfangen, sogar als Verräter beschimpft, im Osten wird Thomas Mann hofiert, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. 

Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit und stellt die Frage nach der Bedeutung von Geist, Kunst und Humanismus angesichts deutscher Menschheitsverbrechen und des beginnenen Kalten Krieges.

Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble, neben Hanns Zischler und Sandra Hüller glänzen unter anderen August Diehl und Devid Striesow.

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EXTRA:

THEATER UNSER

Mo, 7.9., 19:00 - Eintritt frei!

Regie: Agata Lewandowski & Dariusz Jarmuła, PL/DE 2026, 48 Min., poln. OmU

„Theater UNSER“ ist ein Dokumentarfilm über Menschen, die in dem Land ihrer Emigration Theater machen. An Orten, an denen zahlreiche Bühnen existieren, suchen sie ihren eigenen Ausdrucksraum und geben den Ungehörten eine Stimme. Leidenschaft, Entschlossenheit und das Bedürfnis, aus ihrer Sicht relevante Themen anzusprechen, sind dabei wichtiger als das Budget.

Der Film nimmt die Theaterprojekte des OFF Theater ZIGARRE in Braunschweig unter die Lupe. Das Theater wurde von der polnischstämmigen Sophie Delest gegründet und arbeitet eng mit dem KULT Theater Braunschweig zusammen. Die Dokumentation zeigt, wie Bürger*innen der Stadt zu Mitgestalter*innen werden – von der ersten Konzeption über partizipative Workshops bis hin zur finalen Inszenierung. 

Ist das Migrantentheater ein Vorreiter einer neuen Form der Bühnenkunst? Was bedeutet es, Schauspieler*in in einem Migrantentheater zu sein? Werden Migrationserfahrungen in verschiedenen Ländern und sogar auf verschiedenen Kontinenten ähnlich wahrgenommen? Was kann das zeitgenössische Theater in Polen vom polnischen Migrantentheater in Deutschland lernen?

Begleitendes Programm: Eine kurze Performance der Regisseurin Agata Lewandowski und Sophie Delest, Leiterin des OFF Theater ZIGARRE. Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zu einem gemeinsamen Austausch ein. Zu den Ehrengästen zählt unter anderem Jarosław Cymerman, der stellvertretende Leiter des wichtigsten Theaterinstituts Polens, dem Polnischen Theaterinstituts Warschau.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen in Zusammenarbeit mit dem Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg finanziert und wird von der LEB Braunschweig unterstützt.

EXTRA:

STRAFDIVISION 999

Mi, 9.9., 19:00 in OmU - Mit Gast und Gespräch

Regie: Kostas Stamatopoulos, GR 2026, 91 Min., Dokumentarfilm

Die griechische Dokumentation STRAFDIVISION 999 beschäftigt sich mit den sogenannten 999er Strafbataillonen der Wehrmacht.

Ab 1943 wurden auch Männer zur Wehrmacht eingezogen, die als "wehrunwürdig" galten. Dazu gehörten alle diejenigen, die zu einer Haftstrafe verurteilt worden waren, darunter Zeugen Jehovas, Ärzte, die Abtreibungen vorgenommen hatten, und politische Widerständler aus den Reihen der Arbeiterbewegung. Aus diesen "Kriminellen" wurde die Strafdivision 999 gebildet, die unter anderem in Griechenland eingesetzt wurde. 

Dort gelang es vielen 999ern, zu den griechischen Partisanen überzulaufen. Sie gründeten das Antifaschistische Komitee deutscher Soldaten Freies Deutschland und kämpften gemeinsam mit der Nationalen Befreiungsfront EAM gegen die deutsche Besatzung. Darunter auch der Braunschweiger Kommunist Hermann Bode.

Der Regisseur Kostas Stamatopoulos hat die weitgehend vergessene Geschichte der Überläufer aus der Wehrmacht rekonstruiert. In seiner Dokumentation kommen Partisanen der EAM und Nachkommen der Deserteure an Originalschauplätzen zu Wort.

Im Vorprogramm zeigen wir den Kurzfilm Πού είμαι – WO ICH BIN von Miriam Papastefanou.

Eine Veranstaltung der Naturfreundejugend Ortsgruppe Braunschweig.

Vorschau

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"Besser sitzen!"

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201 Braunschweiger*innen sitzen schon!

Kontakt: info[at]universum-filmtheater.de

Mo, 28.9., 18:30 - Mit Filmgespräch

10.09.-16.09.2026

Der aktuelle Programmflyer zum Download

GUTSCHEINE

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